SALON KULTUR-KAMPF / 4
Sabina Spielrein, oder
„Die Destruktion als Ursache des Werdens“

VIER SONNTAGS-MATINÉEN
im "Goldsaal" des Café Prückel
September 2021

 
Der Salon ist ein Ort der Begegnung, ein geschützter Raum wie das Kaffeehaus. Die Gastgeberinnen der Salons waren Frauen. Es trafen sich dort Denker, Künstler und Politiker. Der Kulturverein Beseder lädt Sie zu dieser besonderen Matinéen-Reihe ein.

Sonntag, 26. September

 
Sabina Spielrein, oder
„Die Destruktion als Ursache des Werdens“

Eine Frau zwischen Freud und Jung.
 
Es liest: Jaschka Lämmert
Cello: Anna Starzinger
Collage: Susanne Höhne
 
Beginn: 12:30
Eintritt: € 15/10,-
Karten: www.wien-ticket.at
oder per Email an
susanne.hoehne@chello.at

 
Sabina Spielrein wurde von dem Schweizer Analytiker C.G. Jung missbraucht. Jung korrespondierte mit Sigmund Freud darüber und lastete seiner Patientin die Verführung an. Erst als sich Freud und Jung zerkrachten, fand sie Unterstützung bei Freud. Spielrein und Freud erkannten dabei ihre gemeinsamen jüdischen Wurzeln. Sabina Spielrein nahm an der Mittwochsgesellschaft teil.und wurde in die psychoanalytische Gesellschaft aufgenommen. Später als Psychoanalytikerin in Genf analysierte Spielrein unter anderem den berühmten französischen Psychologen Jean Piaget. 1923 folgte sie ihrem Mann, dem jüdischen Arzt Pawel Scheftel ins revolutionäre Rußland und wurde Mitarbeiterin am staatlichen Institut für Psychoanalyse in Moskau. Sie überlebte knapp die Säuber-ungen Stalins, denen ihre Brüder zum Opfer fielen. 1942 wurde sie zusammen mit ihren beiden Töchtern und den anderen 25 000 Juden von Rostow, von den Nazis ermordet. Als Analytikerin arbeitete sie vor allem an schizophrenen Psychosen und an der Entwicklungspsychologie des Kindes.

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