DER SPIEGEL
MACHADO DE ASSIS
THEATER BRASIL
In portugiesischer Sprache mit deutschen Übertiteln
 
Autor: Machado de Assis
Adaptation & Regie: Suzy de Oliveira
 
Hauptdarstellerin: Suzy de Oliveira
Am Klavier: Leticia de Faria
Mit: Maria Oliveira
Gastdarsteller: Fabio Coutinho
 
23. und 24. Oktober, 19:30 Uhr und
20. und 21. November, 19:30 Uhr

 
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Abendkassa: €20,- / Studenten: €14,- / Vorverkauf: €18,-
 

„Der Spiegel“
Der Spiegel ist eine Erzählung aus der Literaturepoche des brasilianischen Realismus und wurde Ende des 19. Jahrhunderts verfasst. Auf subtile Art und Weise wird die Oberflächlichkeit der modernen Gesellschaft beleuchtet, in der sich das Haben vom Sein abhebt. Was wir nach außen hin zeigen und der Welt präsentieren, stellt nicht immer das dar, was unser Wesen wirklich ausmacht. Unser Wesen manifestiert sich nicht immer in unserem Äußeren.
 
DER SPIEGEL
Autor: Machado de Assis Adaptation: Suzy de Oliveira
Dieses Literaturkonzert ist eine dramatische Rezitation der „Der Spiegel“ Erzählung, im Rahmen einer theatralischen Atmosphäre mit Musikbegleitung und Soundeffekten, um die Vorstellungskraft der Zuschauer für eine Nacht voller Fantasien und Mysterien anzuregen, in dem sie nicht nur Teils des Publikums bleiben, sondern auch Teil des Spektakels werden.
Der Spiegel ist eine Erzählung aus der Literaturepoche des Realismus und wurde Ende des 19. Jahrhunderts geschrieben. Sie beschreibt zwischen den Zeilen die Oberflächlichkeit der modernen Gesellschaft, in der sich das Haben sich vom abhebt. Was wir nach außen hin zeigen, stellt nicht immer das dar, was wir in unserem Wesen wirklich sind. Unser Wesen drückt sich nicht immer in unserem Äußeren aus.
Machado de Assis, der Autor, spricht in Anlehnung an Goethes Philosophie von der Existenz zweier Seelen im menschlichen Wesen; die eine, die von innen nach außen und die andere, die von außen nach innen schaut. Um dies zu veranschaulichen, erzählt die Hauptfigur von einer persönlichen Erfahrung, die er in seiner Jugend machte: als er zum Hauptmann der Armee befördert wurde, gewöhnte er sich schnell sowohl an die Anerkennung und die Macht des Amtes, als auch an den Respekt und die Bewunderung seiner Mitmenschen. Doch an einem bestimmten Punkt in seinem Leben musste er für einige Tage allein in einem Haus von der Gesellschaft isoliert verbringen. Als er sich der Anwesenheit der Menschen um ihn herum beraubt sah, fühlte er sich verloren und identitätslos. Er geriet sogar in Panik, als er sich eines Tages im Spiegel ansah und feststellen musste, dass seine Erscheinung verschwommen war und ihre Kontur an Schärfe verlor.
 



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