SALON ZUCKERKANDL
- 1938 GESCHLOSSEN -
von Helmut Korherr
mit Ulli Fessl, Roman Kollmer,
Kurt Hexmann und Reinhard Steiner
 
Text Helmut Korherr
Regie: Kurt Ockermüller
Assistenz und Technik: Stephanie Grünberger
Hintergrundprojektionen: Tobias Ockermüller
Bildschnitt: Benjamin Epp
Karikaturen: Itze Grünzweig
Toneinspielungen: Studio Franz Dorfner
Ausstattung, Kostüme: Babsi Langbein
Foto: Barbara Palffy
 
Spieltage:
Mittwoch, den 19. April - Premiere
Do 20. April, Fr 21. April
Mi 26. April, Do 27.April, Fr 28. April
Mi 3. Mai, Do 4. Mai und Fr 5. Mai
 
Beginn: 19:30 Uhr
Eintritt: € 28,- / Ö1, Senioren € 25.- /Stud. € 18.-
 
Berta Zuckerkandl wurde 1864 in Wien geboren, 1945 starb sie in Paris. Sie war Schriftstellerin und Journalistin; Tochter des Zeitungsmannes Moritz Szeps, Ehefrau des Anatoms und Univ. Prof. Emil Zuckerkandl, Schwägerin des französischen Politikers Paul Clemenceau.
 
Ihr Haus war Treffpunkt berühmter Persönlichkeiten aus Kunst und Kultur (Gustav Klimt, Gustav Mahler, Max Reinhardt, Arthur Schnitzler und andere).
Die Zuckerkandl setzte sich für neue Kunstrichtungen („Secession“) ein und war „Herold“ der „Salzburger Festspiele“.
 
Berta Zuckerkandl war aber beileibe nicht die unbedarfte, blauäugige Wiener Salonière, als die sie so manche sehen wollen. Sie hat sich z.B. für den jungen lettischen Juden Philipp Halsmann eingesetzt, der in Tirol 1928 zu Unrecht des Vatermordes angeklagt worden war. Er konnte nicht zuletzt durch die Initiative der Zuckerkandl die Freiheit erlangen.
In einer Gesprächsrunde mit Jakob Wassermann, Arthur Schnitzler und Hugo von Hofmannsthal verurteilt sie zutiefst das unsinnige Blutvergießen anlässlich des begonnenen Ersten Weltkriegs.
Sie besucht den bereits schwer erkrankten Sigmund Freud und teilt seiner Freude über die Erlangung des "Goethe-Preises". Die Verleihung dieses Preises an Freud im Jahre 1930 war ein Schlag ins Gesicht der extremen Deutschnationalen.
 
Immer wieder warnt Berta Zuckerkandl vor den Nazis.
Sie regt sich bei einem Besuch der Pariser Weltausstellung 1937 furchtbar über den Pavillon Deutschlands auf. Dieses sogenannte „Deutsche Haus“ erscheint ihr von einer bedrohlichen Monumentalität - besonders durch den gewaltigen bronzenen Reichsadler mit dem Hakenkreuz, der da hoch oben auf dem steinernen Turm thront und alles andere überragt. Gleichzeitig kritisiert sie den Österreich-Pavillon, der mit seinem Alpenpanorama an der Außenfront einzig für den Fremdenverkehr werben soll.
 
Als dann Österreich im März 1938 ins Deutsche Reich "heimkehrt" schließt Berta Zuckerkandl schweren Herzens ihren Salon und ergreift die Flucht.

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